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Euregio Rhein-Waal
Kommunikations -und Marketingkonzept Rheinradweg
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Der Rhein von der Quelle in der Schweiz bis zum Mündungsdelta in den Niederlanden stellt für Kantone, Länder und Provinzen, die er durchfließt ein zentrales Identifikationsmerkmal dar. In fast allen Bereichen entlang des Rheins existieren Radwege, die als gut bezeichnet werden können und die einzelnen rheinangrenzenden Regionen bemühen sich individuell den Rhein radtouristisch zu vermarkten.

Trotz der beachtlichen individuellen touristischen Aktivitäten der Rheinanlieger scheinen die touristischen Potenziale des Radtourismus entlang des Rheins noch nicht ausgeschöpft und eine Steigerung durch einheitliche Qualitätsstandards und Vermarktungsstrategien somit möglich.

Vor diesem Hintergrund haben sich die Euregio Rhein Waal (Projektleiter) und fünf europäische Partner im Rahmen des europäischen INTERREG IIIC Förderprogramms „Change on borders“ zum Pilotprojekt „Kommunikations- und Marketingkonzept Rheinradweg“ zusammengeschlossen. Das Ziel des EU-Projektes ist die Realisierung eines grenzübergreifenden Vermarktungskonzeptes für den Rhein und somit eines hochwertigen gemeinsamen touristischen Qualitätsprodukts „Rheinradweg“. Um dieses Ziel zu erreichen, sollen in diesem Projekt

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bestehende Kooperationen der Grenzregionen vertieft und Neue geknüpft werden,

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ein gemeinsames Kommunikations- und Marketingkonzept durch alle Teilnehmer erarbeitet werden und somit eine Wissenssteigerung aller Beteiligten stattfinden,

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die Grundlage für die Realisierung der zukünftigen Dachmarke Rheinradweg geschaffen werden,

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ein gemeinsamer Flyer und Internetauftritt erarbeitet werden und

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zum Ende des Projektes eine Kooperationsvereinbarung mit allen Teilnehmern erarbeitet werden, die klare Handlungsaufträge für die einzelnen Projektpartner beinhaltet.

Das SVK übernahm in Zusammenarbeit mit der Projektleitung Euregio Rhein-Waal die Organisation und Koordination der Aufgaben des EU-Projektes.

Um die Zielsetzungen und Handlungsaufträge des Projektes umzusetzen und auszuarbeiten haben im Projektzeitraum von Oktober 2005 bis Juni 2007 vier Workshops stattgefunden. Folgende Themenschwerpunkte wurden dort erarbeitet:

Workshop I:

Bestandsaufnahme, -analyse sowie die Erarbeitung einheitlicher Qualitätsstandards zur touristischen Radverkehrsförderung.

Workshop II:

Erarbeitung der ersten Hinweise für ein gemeinsames Marketingkonzept auf den bisher erarbeiteten Grundlagen.

Workshop III:

Ausarbeitung der ersten gemeinsamen Produkte, Flyer und Internetauftritt, auf der Grundlage des erarbeiteten Marketingkonzeptes.

Workshop IV:

Erarbeitung der gemeinsamen interregionalen Kooperationsvereinbarung.

Die Auftaktveranstaltung dieser vierteiligen international besetzten Rheinkonferenz und somit des ersten Workshops fand vom 2. bis 3. März 2006 in Duisburg am Niederrhein statt. Dort trafen sich ca. 25 Fachleute aus den Niederlanden, Deutschland und Frankreich um Erfahrungen zu radtouristischen Projekten auszutauschen und erstmals an der Ausarbeitung eines gemeinsamen grenzüberschreitenden Marketing- und Kommunikationskonzeptes mitzuwirken.

In dem ersten Workshop wurde deutlich, dass bereits in allen Bereichen, vom Routenverlauf über Übernachtungsangebote bis hin zu Reiseführern, ein umfangreiches individuelles Angebot entlang des Rheins existiert. Alle Regionen verfügen schon heute über hohe Standards, die zusammengefasst jedoch noch kein homogenes Produkt ergeben. Um ein Kommunikations- und Marketingkonzept für den gesamten Rhein sicher zu stellen, bedurfte es daher der

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Harmonisierung der jeweiligen regionalen Arbeiten auf einem einheitlichen, hohen Standard und

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der Zusammenfassung der einzelnen Teilabschnitte zu dem ganzheitlichen Produkt „Rheinradweg“.

Diese notwendigen einheitlichen Qualitätsstandards wurden auf dem ersten Workshop erfolgreich durch die Teilnehmer definiert.

Der zweite international besetzte Workshop fand am 23. und 24. Mai 2006 in Arnhem (NL) statt. Der Fokus dieses Workshops lag auf der gemeinsamen Erarbeitung der Marke „Rheinradweg“. Damit der Rheinradweg zukünftig zu einem „Premiumprodukt“ unter den radtouristischen Produkten wird, haben die Delegierten der Anrainerstaaten Frankreich, Deutschland und den Niederlanden an diesen Tagen dem Rheinradweg ein „Gesicht“ gegeben.

Das Premiumprodukt Rheinradweg soll zukünftig unter der Dachmarke "Rheinradweg" firmieren, so ist das Produkt flexibler und kann auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der einzelnen Zielgruppen ausgerichtet werden. Zudem bietet die Dachmarke die Möglichkeit, eine Vielzahl von Einzelprodukten, wie zielgruppenspezifische Angebote, Pauschalen etc. anzubieten. Darüber hinaus wurden erste Ideen für die zukünftige Projektträgerschaft und die Ausrichtung einer Abschluss-/Informationsveranstaltung für Touristiker, Verwaltungs- und Aufsichtsbehörden erörtert.

Zur Vermarktung des Produktes „Rheinradweg“ sind auf Grundlage des erarbeitenden Marketingkonzeptes auf dem 3. Workshop am 16. und 17. Oktober 2007 in Strasbourg (F) die Zielvorgaben und Rahmenbedingungen für den mehrsprachigen Flyer und der Internetseite von allen Projektpartnern gemeinsam definiert worden, so dass die beiden Produkte international ausgeschrieben werden konnten. Im Weiteren wurde ein erster Entwurf der gemeinsamen Kooperationsvereinbarung erarbeitet. Ziel ist es eine politische Absichtserklärung zur Vorbereitung einer Zusammenarbeit zur Realisierung des radtouristischen Produktes Rheinradweg auf politischer Ebene zu unterzeichnen und somit das Projekt durch ein positives Votum zu stärken. Zusätzlich sollen alle touristischen Organisationen eine Erklärung zur Unterstützung der Realisierung des Radtouristischen Produktes unterzeichnen.

Der vierte Workshop fand am 24. und 25. Mai 2007 in Basel (CH) statt. Der gemeinsame mehrsprachige Flyer (deutsch, französisch, niederländisch, Englisch) mit einer Auflagenhöhe von 120.000 Stück sowie die mehrsprachige Internetseite sind vorgestellt worden. Die wesentlichen Inhalte des Flyers sind die visuelle und textliche Routenbeschreibung sowie die Aufführung der regionalen Ansprechpartner und der Internetseite. Auf der Internetseite www.rheinradweg.eu sind neben den Informationen des Flyers zusätzlich Detailinformationen zur Route und Service sowie die Verlinkung der zu den regionalen touristischen Agenturen aufgeführt.

Zur nachhaltigen Realisierung des Produkte Rheinradweg nach Ablauf des INTERREG IIIC- Projektes wurde die Kooperationsvereinbarung erarbeitet, abgestimmt und juristisch geprüft. Die Vereinbarung, bestehend aus einer „Politischen Vereinbarung“ der übergeordneten Verwaltungs- und Aufsichtsbehörden und einer „Touristischen Erklärung“ der touristischen rheinanliegenden Tourismusorganisationen, soll bei der Informations- und Abschlussveranstaltung des Projektes in Mainz am 26. September 2007 medienwirksam unterzeichnet werden.

Fazit:

Durch das Projekt wurde ein hoch qualifiziertes Kooperationsnetzwerk aller rheinanliegenden Regionen initiiert. Diese Netzwerk aus politischen Vertretern und touristischen Organisationen aus der Schweiz, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden ist die Voraussetzung für die internationale Vermarktung des Premiumproduktes „Rheinradweg“ und generiert somit einen zusätzlichen touristischen Mehrwert für alle beteiligten Regionen. Folgenden Ergebnisse sind im Rahmen des Projektes „Kommunikations- und Marketingkonzept Rheinradweg“ durch das Netzwerk der rheinangrenzenden Regionen erarbeitet worden:

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Definition einer gemeinsamen Routenführung,

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Definition einheitlicher Qualitätsstandards und Mindestanforderungen in den Bereichen Infrastruktur, Service, Information und Kommunikation,

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Definition eines einheitlichen Routenlogos „Euroradler“,

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Definition der Grundlagen für eine gemeinsames Marketingkonzept,
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Anmeldung der Bildmarke „Euroradler“,

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Produktion eines mehrsprachigen Flyers mit Informationen zur Route und regionalen Ansprechpartnern,

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Erstellung einer mehrsprachigen Internetseite mit Serviceangaben und Detailinformationen zum Rheinradweg und

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Erstellung einer Kooperationsvereinbarung und einer touristischen Erklärung.

 

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