Verkehrsplanung
Rhein-Erft-Kreis, Pulheim Stommeln
städtebauliche / verkehrliche Neuordnung des Knotenpunktes K 20 / K24
- Anlass und Planung -

Der Rhein-Erft-Kreis beabsichtigt die Neugestaltung des Knotenpunktes K 20 / K 24 in Pulheim-Stommeln.

Die seinerzeit vom Landschaftsverband Rheinland übernommene Kreuzung ist verkehrssicher, weist jedoch Mängel auf. Im Rahmen der Umgestaltung des Dorfangers wurde der Kreuzungsbereich auf Wunsch der Stadt Pulheim vor geraumer Zeit sehr stark zurückgebaut. Dies hatte anschließend zur Konsequenz, dass der Knotenpunkt nicht mehr uneingeschränkt befahrbar war. Lkw und landwirtschaftliche Großfahrzeuge konnten bestimmte Abbiegebeziehungen nicht mehr realisieren.

Daraufhin wurde der Knotenpunkt mit einfachen Mitteln wieder etwas vergrößert. Dies führte zum heutigen Ausbauzustand des Knotenpunktes. Zum Teil liegen Pflasterflächen und gepflasterte Natursteinmuldenrinnen mitten in der Fahrbahn, die optisch eigentlich zum benachbarten Dorfanger gehören. Die Verkehrsführung ist auch heute noch erkennbar und begreifbar, gleichwohl sind die Pflasterflächen und Muldenrinnen sehr unterhaltungsintensiv und für Zweiradfahrer gefährlich. Aufgrund dieser heute sehr problematischen Situation soll der Knotenpunkt entsprechend umgestaltet werden, um den unterschiedlichen verkehrlichen Anforderungen gerecht zu werden. Zukünftig bedarf es einer verkehrlichen Lösung als lichtsignalgeregelter Knotenpunkt, der städtebaulich in das sensible Umfeld integriert werden muss.

Das SVK ist aus diesem Anlass als unabhängiges, externes Planerteam mit der Neuplanung des Knotenpunktes beauftragt worden.

Im ersten Arbeitsschritt werden die verkehrlichen und städtebaulichen Mängel, die es zu beseitigen gilt, Bindungen des zukünftigen Planungskonzeptes an die städtebaulichen und verkehrlichen Rahmenbedingungen sowie die Chancen und Potenziale im Rahmen eine detaillierten Bestandsanalyse aufgezeigt.

Anschließend erfolgt für den Knotenpunkt K 20 / K 24 in Verbindung mit dem Josef-Gladbach-Platz die Erarbeitung eines Ziel- und Nutzungskonzeptes, indem in unterschiedlichen Varianten alternative Verkehrsführungen, alternative städtebauliche und platzgestalterische Konzepte, alternative Flächennutzungen sowie alternative Knotenpunktlösungen entwickelt werden.

Auf der Basis des Ziel- und Nutzungskonzeptes werden für zwei Varianten, die sich im Hinblick auf die verkehrliche Knotenpunktlösung sowie des städtebaulichen Anforderungsprofils unterscheiden, Planungen in einer Planungstiefe einer "Vorplanung" gemäß HOAI erstellt.

Diese beiden alternativen Planungen werden anschließend der Bürgerschaft des Stadtteils Stommeln mit der Bitte präsentiert, Wünsche und Anregungen zu formulieren. Um eine große Zahl der Bürger zu erreichen und eine pragmatische und konsensbildende Form der Bürgerinformation sicherzustellen, werden an zwei aufeinander folgenden Markttagen auf dem Marktplatz durch Mitarbeiter des SVK die Planungen für den Knotenpunkt vorgestellt und erläutert.

Historischer Anger
 
Knotenpunkt K 20 / K 24
 
kompakter Knotenpunkt
 
versetzter Knotenpunkt