Verkehrsplanung
Rhein-Kreis Neuss
Planungskonzept K 10 und K 12
- Markierungslösungen zur Sicherung des Radverkehrs außerorts -

Der Rhein-Kreis Neuss engagiert sich seit vielen Jahren im Bereich der innovativen Radverkehrsförderung, beispielsweise wurde bereits 1985 das Pilotprojekt „Radverkehrs- und Beschilderungsplan Kreis Neuss“ mit Unterstützung des Landes Nordrhein-Westfalen umgesetzt. In Folge dieser positiven Entwicklung wurde der Rhein-Kreis Neuss im Jahr 2004 als fahrradfreundlicher Kreis in Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Den Radfahrern steht im Rhein-Kreis Neuss heute ein ausgeschildertes Radwegenetz von rund 1.100 km Länge zur Verfügung.

Das Radwegenetz im Rhein-Kreis Neuss ist bereits zum Großteil sicher und komfortabel zu befahren. Zur Gewährleistung eines zusammenhängenden sicheren Radverkehrsnetzes bedarf es jedoch auf einigen Streckenabschnitten einer kurzfristigen Lückenschließung bzw. Neuanlage von Sicherungselementen. Hierzu gehören u.a. die außerörtlichen Streckenabschnitte

•  der Kreisstraße 10 auf dem Abschnitt zwischen Grevenbroich-Noithausen und Grevenbroich-Barrenstein sowie

•  der Kreisstraße 12 auf dem Abschnitt zwischen der Landesstraße 380 und der Bundesstraße 9 in Dormagen.

Die beiden Streckenabschnitte verfügen über Straßenquerschnittsbreiten von 11,50 m bzw. 12,00 m. Die Kfz-Fahrbahn wird bei diesen Kreisstraßen von befahrbaren Seitenstreifen gesäumt. Dem Fahrrad- und Fußgängerverkehr stehen keine separaten Sicherungselemente in Form eines baulichen gemeinsamen Fuß- und Radweges zur Verfügung. Dem Radverkehr bietet sich in diesem Zusammenhang lediglich die Möglichkeit die befahrbaren Seitenstreifen zu nutzen.

Der Rhein-Kreis Neuss beabsichtigt daher eine kurzfristige Schließung dieser beiden Netzlücken vorzunehmen, so dass der Fahrrad- und Fußgängerverkehr zukünftig gesichert geführt wird. Hierzu soll das SVK ein Planungskonzept zur Sicherung dieser beiden Verkehrsarten erarbeitet werden. Als Grundlage sollen die Ergebnisse des Modellvorhabens „Markierungslösungen zur Sicherung des Radverkehrs außerorts“ (vgl. Projektbeschreibung Landesbetrieb Straßenbau.NRW NL Euskirchen) herangezogen werden.

Im Rahmen des Modellvorhabens "Markierungslösungen zur Sicherung des Radverkehrs außerorts" erfolgte in gemeinschaftlicher Zusammenarbeit des Ministeriums für Bauen und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, des Landesbetriebs Straßenbau NRW, Regionalniederlassung Ville-Eifel sowie dem Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen die Entwicklung von systematischen Planungsempfehlungen für Markierungslösungen des Radverkehrs außerorts auf Streckenabschnitten sowie im Bereich von Knotenpunkten und Konfliktbereichen.

Für die beiden Streckenabschnitte im Rhein-Kreis Neuss sollen unter Berücksichtigung der vorliegenden Ergebnisse des Modellvorhabens kurzfristige Lösungen für den Fahrrad- und Fußgängerverkehr in Form von Markierungslösungen entwickelt werden.


K10 - Bestandsfoto
 
K10 - Bestandsschnitt
 
K10 - Planungsschnitt
 
K12 - Bestandsfoto