Verkehrsplanung
Landesbetrieb Straßenbau.NRW
Modellvorhaben des Landes NRW - Markierungslösungen zur Sicherung des Fahrradverkehrs ausserorts
- verkehrliche Neuordnung -

Nachdem innerorts ein umfangreiches Planungsinstrumentarium zur Ausschöpfung der unfangreichen Potentiale zur Radverkehrsförderung vorliegt, engagiert sich das Land Nordrhein-Westfalen nun in der Weiterentwicklung des Planungsinstrumentariums außerorts. Auch hier existieren umfangreiche, bisher nur zu einem Bruchteil ausgeschöpfte Potentiale zur Radverkehrsförderung.

Alleine in NRW existieren ca. 20.000 km Straßen außerorts, die keine Sicherung für den Fahrradverkehr aufweisen. Grundsätzlich besitzt außerorts der baulich abgesetzte gemeinsame Fuß-/ Radweg im Zweirichtungsverkehr die größten Einsatzbereiche zur Sicherung des Fahrradverkehrs, doch lassen die begrenzten Jahresbauprogramme mittel- und langfristig diesbezüglich keine grundsätzlichen Problemlösungen erwarten.

Das Fahrrad wird zudem mehr und mehr auch auf längeren Distanzen genutzt, gleichzeitig fördern die sich bietenden geänderten Rahmenbedingungen (Landesweites Radverkehrsnetz NRW, Fahrradtechnologie, Fahrradtourismus etc.) die Fahrradbenutzung außerorts.

Unter Berücksichtigung dieser Aspekte muss das kurzfristige Ziel zur Förderung des Radverkehrs außerorts eine flächenhafte, sichere, kostengünstige und schnell realisierbare Sicherung des Radverkehrs mittels Markierungslösungen sein. Die Markierungslösungen sollen in diesem Zusammenhang nur als vorübergehende Lösungen in Betracht kommen, solange eine bauliche Lösung durch einen separat geführten gemeinsamen Fuß-/Radweg nicht ermöglicht werden kann.

Ziel des Modellvorhabens "Sicherung des Fahrradverkehrs außerorts durch Markierungslösungen" ist somit die Entwicklung von systematischen Planungsempfehlungen für Streckenabschnitte, Konfliktbereiche und Knotenpunkte, so dass kurzfristig auch außerorts eine fundierte Sicherung des Fahrradverkehrs mittels Markierungslösungen gewährleistet wird.

Auf der Grundlage des aktuellen Wissenstands werden gegenwärtig im Rahmen des Modellvorhabens im Niederlassungsbereich Euskirchen des Landesbetriebes Straßenbau NRW 10 vorbildhafte Demonstrationsmaßnahmen zur Sicherung des Fahrradverkehrs außerorts geplant und umgesetzt. Alleine im Jahr 2005 sollen im Niederlassungsbereich Euskirchen 12,5 km Landesstraße mittels Markierungslösungen für den Fahrradverkehr versehen werden. Das entspricht fast 50 % der für dieses Jahr vorgesehenen Gesamtlänge an Landesstraßen, an denen seitens des Landesbetriebes Straßenbau NRW bauliche und innovative Lösungen zur Sicherung des Radverkehrs umgesetzt werden sollen.

Die 10 Demonstrationsmaßnahmen zur Sicherung des Fahrradverkehrs mittels Markierungslösungen sind die ersten Maßnahmen, welche die sich bietenden Sicherungsprinzipien systematisch und konsequent realisieren.

Nach der Umsetzung erfolgt eine Erfolgskontrolle der Demonstrationsmaßnahmen in Form einer qualitativen Begleituntersuchung, auf deren Grundlage der abschließende Handlungsleitfaden erarbeitet wird, der die Thematik "Sicherung des Fahrradverkehrs außerorts durch Markierungslösungen" in Ihrem Grundsatz beschreibt und anschließend systematische und konsequente Planungsempfehlungen zur Sicherung des Fahrradverkehrs formuliert.

Informationen zum Modellvorhaben Radverkehr in NRW finden Sie auch auf der Homepage des Ministeriums für Verkehr, Energie und Landesplanung des Landes Nordrhein-Westfalen.


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